Ziele der ZAP Prüfung 2014-11-30T11:21:48+00:00

Schriftliche Prüfungen mit zentral gestellten Aufgaben und zentral vorgegebenen Kriterien für die Bewertung sorgen für:

  • größere Transparenz der Anforderungen,
  • bessere Vergleichbarkeit von Leistungen,
  • größere Gerechtigkeit bei der Abschlussvergabe.

 

Die zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10 gehen Hand in Hand mit den Kernlehrplänen, in denen festgelegt wird, über welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler am Ende der Jahrgangsstufen 6, 8 und 10 verfügen sollen. Die Kernlehrpläne setzen Standards für die Ergebnisse von Lernprozessen und lassen den einzelnen Schulen freie Hand, wenn es darum geht, den Unterricht zu gestalten. Wenn die Gleichwertigkeit von Lernergebnissen und Abschlüssen bei größer werdenden Gestaltungsspielräumen der einzelnen Schulen gewährleistet werden soll, sind zentrale Prüfungen die notwendige Konsequenz. Die Aufgaben dieser Prüfungen beziehen sich direkt auf die Kompetenzerwartungen der Kernlehrpläne.

Größere Transparenz

Eine größere Transparenz der Anforderungen wird über zentral gestellte Aufgaben und zentral vorgegebene Kriterien für die Erfassung und Bewertung von Schülerleistungen sowie zentrale Vorgaben für den Unterricht erreicht. Zusammen mit den Kompetenzerwartungen in den Kernlehrplänen definieren die Vorgaben für den Unterricht fachliche Anforderungen, auf denen die zentralen Prüfungen basieren. Die Anforderungshöhe der Prüfungen wird durch Beispielaufgaben konkretisiert.

Bessere Vergleichbarkeit

Innerhalb einer Schulform und zwischen den Schulformen wird eine bessere Vergleichbarkeit von Leistungen durch gleiche Aufgaben und gleiche Kriterien für die Erfassung der Leistungen erreicht: Alle Schülerinnen und Schüler einer Schulform erhalten landesweit die gleichen Aufgaben (an den Hauptschulen getrennt nach Klassen 10 Typ A und Typ B, an den Gesamtschulen getrennt nach Grund- und Erweiterungskurs). Lehrerinnen und Lehrer erfassen und bewerten die Schülerleistungen nach einheitlichen Kriterien. Auch zwischen den Schulformen werden die Leistungen vergleichbar, da die schriftlichen Prüfungen schulformübergreifend gemeinsame Teile enthalten.

Größere Gerechtigkeit

Insgesamt wird so eine größere Gerechtigkeit bei der Abschlussvergabe erreicht, da die Anforderungen transparent und die Leistungen vergleichbar werden. Durch die konkreten Arbeiten der schriftlichen Prüfungen wird deutlich, welche Leistungen auf den jeweiligen Abschlussniveaus erwartet werden. In schulformspezifischen Teilen können unterschiedliche Bildungsziele und Rahmenbedingungen der Schulformen berücksichtigt werden. Damit die Schülerinnen und Schüler gleiche Chancen bei der Bearbeitung der Aufgaben haben, werden über die in den Kernlehrplänen einheitlich festgelegten Kompetenzerwartungen hinaus gemeinsame Lerngelegenheiten in Vorgaben für den Unterricht beschrieben. So können alle Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen ihre Schülerinnen und Schüler gut auf die zentralen Prüfungen vorbereiten.

Leistungsfähigkeit des Schulsystems

Darüber hinaus geben die zentralen Prüfungen Hinweise auf Stärken und Schwächen des Schulsystems. Bei der Auswertung der Ergebnisse können neben gut entwickelten Bereichen eines Faches auch solche Bereiche identifiziert werden, in denen noch Entwicklungsbedarf besteht. Auf der Grundlage der gewonnenen Daten können Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung eingeleitet werden.

Quelle: schulministerium.nrw.de